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Am 19.02.2002 und am 20.02.2002 wurden in Hamburg Bramfeld
unsere Betriebsversammlungen durchgeführt.
Unsere "Polemik" zu dieser Betriebsversammlung 62,5 %
Gratifikation ab 2002 im Otto Versand
29. März 2001 Otto bleibt auch im Geschäftsjahr
2000/2001 auf Erfolgsspur
29. März 2000 Otto Versand - Umsatzmeldung zum
Geschäftsjahr 1999
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In der 4. KW 2002
verkündete Herr Schrader, Personalvorstand im Otto Versand
mit einem Verteiler 1 die Absicht des Vorstandes, für alle
Mitarbeiter die Gratifikation von heute
(abhängig von der Betriebszugehörigkeit) 100% bis 150% eines
Monatseinkommens auf 62,5 % des Tariflohnes zu senken.
Im Einzelfall bedeutet dies, eine Kürzung des Weihnachtsgeldes auf
unter 25 % der Vorjahreszahlung.
Die ver.di Betriebsgruppe verteilte ab den 02.02.2002 folgende
Flugblätter im Otto Versand zu diesem Tehma.
1160,63 € Weihnachtsgeld oder,
der Otto Versand, das Unternehmen mit dem sozialen Gewissen?
Mit 62,5 % in den Weihnachtsrummel !
Beide Flugblätter hatten hatten die Grafik, "die 10 reichsten
Familien in Deutschland" aus "Handel" ver.di Information für den
Groß- und Einzelhande auf der Rückseit abgebildet. |
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1160,63 € Weihnachtsgeld
oder
der Otto Versand, das Unternehmen
mit dem sozialen Gewissen?
Voraussicht wird der Otto Versand das Geschäftsjahr 2001
wesentlich schlechter als geplant beenden und der erwirtschaftete
Gewinn wird unter dem des Geschäftsjahres 2000 liegen.
Trotzdem wären viele Unternehmen glücklich, wenn zu mindestens ihr
Umsatz so groß wäre wie der erwartete Gewinn des Otto Versandes im
Geschäftsjahr 2001.
Herr Schrader, Personalvorstand hat mit einem Verteiler 1
angekündigt, dass die Geschäftsführung auf Grund der „schwierigen
geschäftlichen Situation“ plant die Gratifikation der Mitarbeiter
von heute (abhängig von der Betriebszugehörigkeit) 100% bis 150%
eines Monatseinkommens auf 62,5 % des Tariflohnes zu senken.
Konkret bedeutet dies zum Beispiel bei einer Vollzeitstelle ab dem
6. Tätigkeitsjahr in der Gehaltsgruppe 2a, eine Gratifikation von
1160,63 € und 1522,50 € in der Gehaltsgruppe 4a. Für die meisten
Mitarbeiter ist die nicht einmal die Hälfte des Betrages der 2001
gezahlt wurde.
Die Frage wer das gesunkene Betriebsergebnis zu verantworten hat,
wird in Herrn Schraders Schreiben nicht gestellt, eine Antwort
nicht versucht.
Lohn und Gehaltsverzicht ist vermutlich nur für die tariflichen
und außertariflichen Mitarbeiter geplant, dass die Tantiemen der
Leitenden Mitarbeiter gekürzt werden sollen ist uns nicht bekannt.
Wir halten die geplante Kürzung der Gratifikation der tariflichen
und außertariflichen Mitarbeiter für ungerecht, unsozial und
überflüssig. Diese Mitarbeiter sind für Fehlentscheidungen des
Managements nicht verantwortlich zu machen.
Wieso soll bei Gewinnrückgängen das Einkommen tariflicher und
außertariflicher Mitarbeiter beschnitten werden. Uns ist nicht
bekannt, dass in der 52 jährigen Geschichte des Otto Versand, auch
nur einmal das Einkommen dieser Mitarbeiter auf Grund eines
erfolgreichen Geschäftsjahres erhöht wurde.
… und es gab schon viele erfolgreiche Geschäftsjahre des Otto
Versandes.
Dass die Kürzung der Gratifikation vor der Betriebsversammlung
angekündigt wird ist sicher kein Zufall. Die Geschäftsführung
testet Eure Leidensfähigkeit, um dann zu entscheiden wie hoch und
in welcher Form die Kürzung der Gratifikation tatsächlich
vorgenommen werden kann, ohne den Betriebsfrieden zu gefährden.
Zeigt durch Eure offensive Teilnahme an der Betriebsversammlung
und in Gesprächen mit Euren Führungskräften, dass die
Schmerzgrenze mit dem Schreiben von Herrn Schrader überschritten
ist. Der Betriebsfrieden ist in Gefahr!
Es ist genug Geld da!
Wenn das Management durch Einkommenskürzungen das Betriebsergebnis
verbessern will, soll es dort wo Geld da ist, also oben und nicht
unten kürzen.
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Mit 62,5 % in den
Weihnachtsrummel !
Ja, die Umsätze sinken . . . die Konzerngewinne auch ?
Warum ist die Lieferbereitschaft trotz sinkender Umsätze so
schlecht wie kaum zuvor ? Wurde bei der Gestaltung unserer
Kataloge der letzten 1 - 2 Jahre auch an die nicht so junge und
sooo schlanke Generation gedacht ?
Die Mehrheit der Mitarbeiter hat die Kataloge bisher richtig
eingeschätzt, interessiert das niemanden ?
Sind das die intelligenten Lösungen die, der Kanzler von der
Wirtschaft fordert ?
Ist das Beschneiden unserer Rechte und Gehälter
wirklich der einzige Weg für Otto zu gesunden . . .
. . . oder macht es Otto erst krank ?
Einige von vielen Fragen – sind 62,5 % wirklich die Antwort ?
Wir gehen jedenfalls ernüchtert in die nächste Runde der
„Gehaltsgesundschrumpfung“ und immer antriebsloser zur Arbeit. Na
denn, frohe Ostern !
Übrigens :
62,5 % des Tarifgehalts als „Mindestweihnachtsgeld“ ist eine
tarifvertragliche Verpflichtung des Otto Versand, damals
gewerkschaftlich durchgesetzt – sonst gäb´s nix . . .
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heute gibt es
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