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Zukunft und Probleme der
Tarifpolitik am Beispiel „Callcentertarifvertrag"
Der Arbeitsmarkt und die
Arbeitstechniken sind einem rasanten Wandel unterworfen - Beispiel:
Neue EDV-unterstützte
Arbeitstechniken bringen Berufsbilder mit sich, die es noch in keinem
Tarifvertrag gibt.
Viele Arbeitgeber verlagern
diese Tätigkeiten in Callcenter, die nicht tarifgebunden sind. Die
Bezahlung liegt teilweise im Sozialhilfeniveau!
Dieses so genannte Outsourcen"
ist nicht mitbestimmungspflichtig - das sind reine Arbeitgeberentscheidungen.
Für die volkswirtschaftlichen
Folgen muss die Politik Regelmechanismen schaffen. Die Tarifsituation ist
Sache der Gewerkschaften.
Hier müssen alle
Gewerkschaften schnellstens handeln!
Für die Beschäftigten in
Callcentern gab es erste Aktivitäten:
1. Der OTTO Versand und die
ehemaligen Gewerkschaften DAG und HBV wollten mit anderen
Versendern einen deutschlandweiten Callcentertarifvertrag schaffen.
Dabei ist es uns egal, ob es auch den Arbeitgebern um das Wohl der
Beschäftigten ging, oder nur um
Gleichheit im Wettbewerb - die Gewerkschaften sahen die
Notwendigkeit, Beschäftigte in neuen Berufsfeldern zu schützen.
2. Die so genannten Mitbewerber
sind mit den Argumenten zu teuer" aus den Verhandlungen ausgestiegen.
3. Da Ergebnis ist ein
Kompromiss mit Licht und Schatten.
Die Schattenseite:
Bei noch mehr Flexibilität in der
Arbeitszeit liegen die neuen Entgelte etwas niedriger, als die des
Hamburger Einzelhandelstarifvertrages. Auch wenn es für die alten
Beschäftigten" eine lange Übergangslösung gibt,
so haben diese sich doch verschlechtert!
Folge:
Eine ganze Reihe von
OTTO´nen aus den KC´s (telefonische Bestellannahmen) klagen vor
den Arbeitsgerichten.
Die ersten Urteile besagen:
Die alten Arbeitsverträge, die den Hamburger
Einzelhandelstarifvertrag zum Inhalt haben, sind weiter gültig!"
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