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Es berichtet aus
Bramfeld, Frühschicht, Tor 1, Winfried Hinz
Als um 05:15 der
Kleintransporter mit den ver.di Materialien kommt, sind genug KollegInnen zum
ausladen und aufbauen da.
10 Minuten später ist es nicht mehr zu übersehen, heute wird bei Otto gestreikt.
Das jetzt schon die ersten gewerblichen MitarbeiterInnen kommen überrascht mich,
aber eigentlich ist es noch sehr ruhig
Jetzt ist es 06:00 Uhr, das Wetter gar nicht so schlecht, trotzdem haben wir ein
Zelt aufgebaut. Getränke und belegte Brötchen sind vorhanden, jetzt kann es
losgehen.
Die Streikenden werden langsamem mehr. |
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Mittlerweile ist es 06:40 Uhr, viele auch nicht organisierte
KollegInnen haben sich uns angeschlossen und hier ist eine
ganz dolle Stimmung.
Eine in der Nähe wohnende Kollegin ist mit Ihrem Fahrrad noch
einmal nach hause gefahren und mit einer Flasche Sekt wieder
gekommen.
Immer wieder gibt es Sympathiebekundungen von vorbei fahrenden
Autos.
Ab 07:00 Uhr lässt der Spaß deutlich nach. Die gewerblichen
MitarbeiterInnen der Frühschicht sindmittlerweile alle da und
von den Angestellten gibt es kaum positive Resonanz. Die
einzige Ausnahme bildet das Kundencenter Hamburg, hier
schließen sich aus allen Schichten KollegInnen unserem |
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Streik an.
Nach 09:00 Uhr fängt es leider an zu nieseln, dies wird auch
den ganzen Tag so bleiben. Vor unserem Streiklokal, in der
Haldesdorfer Straße, im Jever Treff stehen jedoch genug Zelte,
so dass alle KollegInnen im trockenen sitzen und hier ihr
gemeinsames Erlebnis Streik ausklingen lassen können. Um
12:30 Uhr eine kurze Besprechung vor dem Tor II. Alle Eingänge
werden wieder besetzt, ab 13:20 Uhr rechnen wir mit den Bussen
der Spätschicht.
3 Busse werden vor dem Tor abgefangen und wir KollegInnen auf
sich uns anzuschießen. Etwa die Hälfte der KollegInnen
schließt sich uns an. Dann fahren 3 Busse auf das HEW Gelände,
es geling uns nicht in die Busse zu kommen.
Den vierten Bus stoppen wir auf der HEW Einfahrt, ¾ der |
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KollegInnen steigen aus. Vor dem Bus waren die Anspannung und
eine leichte Unsicherheit der KollegInnen deutlich zu spüren. Dies änderte sich
auf dem Weg zum Streiklokal, die Kolleginnen sind fröhlich und stolz auf Ihren
Mut. Unter den Streikenden sein, dies ist ein leiser Triumph.
Kurz vor 16:00 Uhr kommen die Busse für die Spätschicht der
Retourenstelle. Als die KollegInnen uns sehen, fangen Sie an
zu klatschen und winken. Die Busse halten
und alle KollegInnen, bis auf die Busfahrer und die unterwegs
zugestiegenen Führungskräfte verlassen die Busse.
17:00 Uhr im Streiklokal – Musik und tolle Stimmung und
endlich sitzen!
Alle die mitgemachten haben, haben eine ganz neue Erfahrung -
Sie hatten viel Spaß und können erahnen was Frau/Mann
gemeinsam erreichen kann |
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