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Arbeitszeiten und
Flexibilisierung - wovon soll man leben ?
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Als Politiker
mehr Teilzeitarbeit - besonders für Mütter - forderten, waren die Arbeitgeber
sehr zurückhaltend.
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Als
Gewerkschaften eine Arbeitszeitverkürzung forderten, kam erst eine schroffe
Ablehnung - die Betriebsauslastungszeiten lassen das nicht zu - zu teuer, hieß
es.
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Als Betriebsräte
zu dem Kompromiss bereit waren, bei gleichen Öffnungs- und kürzeren
Arbeitszeiten über flexible Verträge zu verhandeln, wurde man sich einig.
Der Pferdefuß
wird erst heute sichtbar:
Weil Vollzeitkräfte mit 7,5 Std. täglicher Tarifarbeitszeit durchschnittlich nur
+/- 2,5 Std. variieren können, eine Teilzeitkraft jedoch viel mehr variieren und
mehr Geschäftsrisiko abfangen kann, wurden die Arbeitgeber munter!
Das wurde daraus :
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Die
Teilzeitkräfte, die den halben Tag für die Familie da sein können, werden immer
seltener.
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Die Teilzeit, die
einen Zweitjob ermöglicht, gibt es auch kaum mehr.
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Alleinverdiener,
alleinerziehende Mütter, erhalten 81.5 Std.-Verträge bei einer vollen
Verfügbarkeit für den Arbeitgeber.
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In den
Callcentern werden immer häufiger 40 Std. bezahlt, bei noch mehr Flexibilität.
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Immer mehr
Kolleginnen und Kollegen, die stets bereit sind, müssen heute Sozialhilfe
beantragen !!!
Wo sind wir
gelandet ?
Wer immer flexibel und bereit sein soll, muss auch ohne Sozialhilfe leben
können!!
Dies ist kein reines Otto-Problem, vielmehr ein gesamtwirtschaftliches, doch wir
sprechen für die Kolleginnen und Kollegen bei Otto und fordern:
Schluss mit der
Förderung von Armut, bietet auch wieder längere Arbeitszeiten an! |
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