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Ausgabe Nr.5
November 2002

Arbeitszeiten und Flexibilisierung - wovon soll man leben ?
Spendensammlung für Flutopfer
Der SB – Vertrauensmanns berichtet:
... die menschliche Seite ist heute besonders wichtig. (Über Aktivitäten der ver.di-Betriebsgruppe in Hamburg)
Defekte Arbeitsmittel
Betriebsratswahlen `02
Mitgliederversammlung am 26.09.02
Interview mit dem Schwerbehindertenvertreter Joachim Lamps
Gewerkschaft und Betriebsrat: Unterschiedliche Aufgaben - bewährte Kooperationen
 
 


Der SB – Vertrauensmanns berichtet:

„Sie sind behindert“
Diese Aussage ist ein Schock für die meisten Menschen – kaum einer sieht hier eine Normalität!
Was ist denn eine Behinderung?

  • Alles, was an der Teilhabe am normalen Leben hindert, ist eine Behinderung – schon die Darmverstimmung aus dem Urlaub ist eine gesundheitliche Anomalie, die Sie daran hindert, zeitweise ein normales Leben zu führen.

  • Eine Behinderung muss amtlich anerkannt sein, dazu zählt natürlich nicht das kurzfristige Urlaubssouvenir – längerfristige oder dauernde Folgen von gesundheitlichen Beeinträchtigungen werden anerkannt.

2 fiktive Beispiele aus der täglichen Praxis:
Fall1:
Eine Kollegin kommt zu Betriebsrat Joachim Lamps, klagt darüber, wie sie wegen ihrer Leistung und wegen ihrer Fehlzeiten zum Gespräch muss. Kurze Befragung – länger schon tat ein Hüftgelenk weh, jetzt hat sie noch einen Bandscheibenvorfall; permanent Schmerzen und kann sich nicht mehr so bewegen, wie die Arbeit es erfordert. („Darauf muss der Chef doch Rücksicht nehmen...“)
Der Betriebsrat „überweist“ zum Schwerbehindertenvertrauensmann Joachim Lamps, denn hier liegen Leiden vor, die den Schutz durch anerkannte Behinderung erfordern.
Fall 2:
Eine Sachbearbeiterin kommt mit einer schlechten Beurteilung: „Das kann der doch nicht machen – früher war er so zufrieden, und ich habe mich doch nicht geändert“.
Kurze Befragung – und wieder „Überweisung“ zum Schwerbehindertenvertrauensmann: der Bluthochdruck und der Schaden am Innenohr führen zu häufigem starken Schwindel und zeitweise extremer Konzentrationsschwäche.
Beide Fälle sind Behinderungen!
Es gehört sicher eine große Überwindung dazu, wenn man nicht ganz gesund ist, sich mit dem Begriff „Behinderung“ auseinander zu setzen. Aber:
„Lassen Sie sich beraten. Anerkannte Behinderung bedeutet nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch jede mögliche Hilfe um im täglichen Leben erdenklichst wenig eingeschränkt und so leistungsfähig wie möglich zu sein!“
Bei dem Antrag zur Anerkennung einer Behinderung gibt es viele Fallstricke. Im Otto-Intranet bieten wir schon eine Reihe von Hilfen an. Für das informative und helfende persönliche Gespräch sollten wir einen Termin vereinbaren – dafür bin ich da.

Joachim Lamps, Hauspost: HH-VE-E
Email: joachim.lamps@otto.de 
Tel. 040 / 64 61 – 7710, Handy: 0171 38 11 656

 
 
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