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Ladenschluss - das Thema rund um die Uhr
Ein/e jede/r kann Geld nur einmal ausgeben und man
fragt sich, ob es nun auch noch nötig ist, dieses am
Samstag zwischen 16.00 und 20.00 Uhr zu tun
Die jetzigen
Ladenöffnungszeiten geben uns allen genügend Zeit
zum Einkaufen. Immer mehr kleine und mittlere Einzelhändler
dagegen, können sich aus Kostengründen jetzt schon nicht mehr leisten,
ihre Läden täglich bis 20 Uhr zu öffnen.
Ursprünglich haben sich die Macher
des bestehenden liberalisierten" Ladenschlussgesetzes mehr Arbeitsplätze
und auch mehr Umsatz versprochen. Nichts ist davon eingetroffen. Im Gegenteil,
allein Karstadt hat im letzten Jahr über 7000 Kolleginnen und Kollegen
entlassen! Die Umsätze im Einzelhandel sind dennoch rückläufig, jedenfalls
jammert die Branche entsprechend.
Im Einzelhandel zu arbeiten ist
wirklich ein hartes Brot: immer freundlich,
höflich und zuvorkommend sein, stets zu Diensten des Kunden, auch wenn
die Füße höllisch weh tun, Arbeitszeiten
bis 20.00 Uhr _ und das alles für wenig Geld. Nun soll es auch der Samstag
sein. Wenn andere Familien sich auf Wetten das" oder den gemeinsamen
Spieleabend freuen, hat Mama (oder auch Papa) erst Feierabend.
Es trifft in erster Linie Frauen und
Mütter, viele davon sind Alleinerziehende. Es gibt keine Betreuungseinrichtungen
die bis 20.00 geöffnet sind, schon gar nicht samstags.
Die längere Öffnungszeit am Samstag
wird also nach bewährtem" Muster
auf die bestehenden und bereits wesentlich reduzierten Belegschaften im
Einzelhandel verteilt und außer wesentlichen
Einschnitten in deren Privat _ und Familienleben gibt es wieder nur weitere
Klagelieder der Arbeitgeberverbände . . .
euch ist nix recht aber uns
geht´s schlecht".
Ist das die von allen politischen
Parteien und Interessensverbänden hochgejubelte Vereinbarkeit von Familie und Beruf?
Doris Schmidt
P.S. Wenn die Samstage bis 20:00
Uhr zur Regelarbeitszeit werden, wird das bei Otto auch Auswirkungen
haben, oder?
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