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Betriebsversammlung
in den Außenlagern Löhne, Burbach und Ohrdruf
Eines hatten alle drei Versammlungen gemeinsam:
Die Reihen waren gut gefüllt, verständlich, denn alle wollten wissen: „Wie sieht
unsere Zukunft aus? Wie geht es nach der Umwandlung von Otto zu HTS weiter?“
Der zuständige Direktor für die dezentralen Betriebe und HTS, Herr Herwig,
bemühte sich, die Mitarbeiter von der Notwendigkeit der vom Unternehmen
getroffenen Entscheidung zu überzeugen. Die beabsichtigte Beruhigung erreichte
er nicht.
Was die Kolleginnen und Kollegen erwarteten, war eine Zusage bezüglich
Sicherheit und Be-sitzstand.
Nach den Reden von Herrn Schrader, Herrn Krützfeldt und Herrn Rost wurden wenige
Fragen dazu gestellt, da alle drei deutlich sagten, dass Verhandlungen hierüber
erst Ende März mit ver.di statt finden. Man hat sich für eine frühzeitige
Bekanntgabe entschieden, noch bevor alles in trockenen Tüchern ist. Es wurde den
Kolleginnen und Kollegen zugesichert, aus diesem Grund weitere
Betriebsversammlungen in diesem Jahr durchzuführen.
Die erste Versammlung im Lager Löhne
begann eher ruhig. Zu einem heftigen
Wortwechsel kam es nach einem Zwischenruf, der den Betriebsrat “blauäugig“
nannte. Dabei wurden verträgliche Übergangsregelungen für die betroffenen
Kolleginnen und Kollegen gefordert. Bis auf die Aussage, dass der Betriebsrat
sich dafür einsetzen würde, gab es kein konkretes Ergebnis.
Im Lager Burbach war es von Anfang an lebhafter. Zwei Themen fielen besonders
auf:
-
Wenn von Wirtschaftlichkeit und Konkurrenzfähigkeit gesprochen wird, warum
werden dann die Kosten künstlich hochgetrieben? Die Lagermiete im eigenen Haus
ist um ein vielfaches höher, als die ortsüblichen Lagermieten - das versteht
niemand.
-
Kolleginnen und Kollegen hatten an Dr. Otto geschrieben und unter anderem die
seit Jahren beklagte Umlagerung von Artikeln zu Heine, Baur usw. kritisiert. Die
logistisch begründeten Antworten von Herrn Herwig, konnten die Kolleginnen und
Kollegen jedoch nicht zufrieden stellen. Konkurrenzfähigkeit wird nicht durch
das Absenken von Löhnen und Gehältern erreicht! Auch die überhöhten Mietkosten
bei Otto gefährden Arbeitsplätze!
Im WVZ Ohrdruf antwortete die Belegschaft auf das Kostenargument mit einer
präzisen Aufzählung von Missständen, die seit Jahren benannt wurden und die
Kosten für Otto und für die Arbeitsplätze bis heute in die Höhe treiben. Der
Hinweis darauf, dass mit der geplanten GPO alles besser werden würde, ist kein
Trost. Schließlich geht es um Arbeitsplätze und Einkommenshöhen – und zwar
jetzt!
Inzwischen steht der Otto-Betriebsrat
in intensiven Verhandlungen mit dem Arbeitgeber über eine Besitzstandswahrung
für alle bisher in den drei Lagerstandorten beschäftigten Otto-Kolleginnen und
Kollegen. Diese Besitzstandswahrung soll nicht nur die bisherigen Löhne
absichern, sondern auch künftige Lohnerhöhungen ermöglichen. Der
Otto-Betriebsrat ist hierbei bereits ein erhebliches Stück vorangekommen und hat
hierüber mündlich die Kolleginnen und Kollegen in den drei Lagerstandorten
informiert. ver.di möchte, dass alle bisherigen Kolleginnen und Kollegen gut und vernünftig
abgesichert werden, wie der Betriebsrat es gerade verhandelt. Außerdem soll es
auch für alle zukünftigen Kolleginnen und Kollegen bessere Regelungen geben, als
die derzeitigen Speditions- und Logistiktarife beinhalten. Dies gilt
insbesondere für Thüringen. ver.di wird deshalb in den drei betroffenen Lägern Kolleginnen und Kollegen für
die zwei erforderlichen Tarifkommissionen NRW und Thüringen wählen, um mit der
Otto-Unternehmensleitung in Verhandlungen darüber einzutreten, wie die künftigen
Arbeitszeiten und die Tariflöhne und Gehälter sein sollen. Möglichst bereits im
Mai wollen wir dazu die Verhandlungen mit den Arbeitgebern aufnehmen.
Die Erwartungen an BR und ver.di für die anstehenden Verhandlungen sind sehr,
sehr hoch. Packen wir´s an! |
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