ver.di Betriebsgruppe bei Otto (GmbH &  

Co KG)
   home
   wir über uns
   ver.di Vertrauensleute
   Info Mail
   Pulsschlag
      ver.di Zeitung für
      die Firma Otto
   ver.di Links
   Links die Frau / Mann
       kennen sollte
   Bilder
   Forum
   Intern
   Impressum
 

 
   

 

     
 

Ausgabe Nr. 8 
zu den Festtagen 2004 / 05


Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: GeschäftsProzessOptimierung
Vorsicht, ver.di- Mitglied!
„Früher hat die Arbeit mehr Spaß gemacht“
Im Dreieck zwischen Bramfeld, Billbrook und Norderstedt (I)
Zurück in die Zukunft - Abfinden mit Abfindungen
Mindestlohn bleibt auf der Tagesordnung
WEIHNACHTSLIED, CHEMISCH GEREINIGT
 
 


Zwischen Anspruch und Wirklichkeit:
G
eschäftsProzessOptimierung

GPO soll eine Optimierung von Geschäftsprozessen sein, d.h. durch Anwendung intelligenter Abläufe, Verknüpfung von Wissen, Vernetzung, Synergien und ähnlichem, soll unser Unternehmen deutlich schneller, kostengünstiger und vor allem kundenfreundlicher werden. So weit die Grundannahme.
Hier eine Zusammenfassung der Wahrnehmungen unserer Mitglieder als kritische Zwischenbilanz der GPO:
Wir sehen, dass in den neuen Strukturen zwar Schnittstellen verbessert, einige Prozesse beschleunigt, jedoch gleichzeitig bisher optimal funktionierende Einheiten zerschlagen und vielfach sogar Entscheidungswege verlängert werden. So wird es z.B. im Vorstandsbereich IT künftig sogar eine Entscheidungsebene mehr geben. Offen ist jedoch ob dort - um die Vorgabe der 25 % Einsparung zu erreichen - auf der Sachbearbeiterebene noch rigoroser gekürzt wird. Eine Optimierung von Prozessen können wir darin bislang nicht erkennen.
Unsere Annahme ist vielmehr, dass GPO ein reines Personalreduzierungsprogramm ist, d.h. der Löwenanteil der Kostensenkung wird im Kern eben nur durch Personalabbau erreicht!
In Zukunft muss mit rund 25% weniger Menschen das gleiche wie bisher geleistet werden. Und genau hier beginnt die eigentliche Geschäftsprozessoptimierung: Um nämlich wie bisher mindestens das gleiche zu leisten, fehlen die Menschen . . . es muss also zwangsläufig anders gearbeitet werden.
Mit Hilfe der engagierten Kolleginnen und Kollegen bei Otto, kann der nach der GPO einsetzende Prozess der Selbstregulierung wahrscheinlich sogar alles reparieren was diese GPO zerschlagen hat und vielleicht auch ein wirtschaftlicher Erfolg werden. Doch wenn das eintritt, dann nicht wegen, sondern trotz der Führung, nicht wegen, sondern trotz GPO . . . eben wegen der vielen engagierten Kolleginnen und Kolle-gen!

Welche eigentliche Aufgabe hat nun McKinsey in diesem Prozess?
Um es gleich vorweg zu nehmen, aus unserer Sicht ist McKinsey die Generalausrede für die Geschäftsführung. Denn die Otto- Geschäftsführung setzt den Rahmen um, den die „Fachleute“ von McKinsey gesteckt haben und wenn das erwartete Ergebnis nicht kommt, steht der Schuldige schon heute fest: McKinsey. Die Spur die diese „Unternehmensberatung“ hinterlässt, spricht für sich.

Dagegen haben es Führungskräfte mit sozialer und fachlicher Kompetenz im GPO Prozess schwer. Ihre Kompetenzen sind zwar in offiziellen Runden stark gefragt, im GPO - Alltag nehmen wir sie aber kaum mehr wahr. Alle betroffenen Führungskräfte kämpfen derzeit um ihren Status und um ihre Jobs - verständ-lich. Diejenigen jedoch, die dabei durch die eigene soziale und fachliche Kompetenz eher nicht behindert werden, verkaufen sich nach unseren Beobachtungen am besten und werden wohl gewinnen . . . ein zweifelhafter Sieg. So ist zu befürchten und leider auch zu vermuten, dass nach GPO die schon heute kleine Gruppe der Führungskräfte die nicht nur ihr eigenes Fortkommen sehen, noch kleiner sein wird. Ein Prozess den wir eher mit dem Begriff „Verdrängungswettbewerb“ verbinden, jedoch nicht mit der Grund-annahme von GPO!
In einer Situation in der mehr oder weniger jede Kollegin und jeder Kollege um ihren / seinen Arbeitsplatz fürchten muss sehen wir, dass auch unser Vorstand, wie leider viele andere in dieser Zeit, die „Gunst der Stunde“ nutzt um zusätzliches durchzusetzen:

2004 wurde die Tariferhöhung mit allen außertariflichen Zulagen im Angestelltenbereich verrechnet. Für 2005 ist die Nullrunde für alle außertariflichen Mitarbeiter (Verträge nach 1994) schon angekündigt. Im Moment spricht nicht viel dafür, dass die übertariflichen Zulagen unserer gewerblichen und angestellten Kolleginnen und Kollegen für das nächste Jahr sicher sind. Ob die übertariflichen Zulagen der KC Mitarbeiter in den nächsten Jahren mit der Tariferhöhung verrechnet werden, ist noch unklar.

Eine der (nach sehr vielen Ansprachen durch Kolleginnen und Kollegen) auch aus unserer Sicht beson-ders peinlichen Entscheidungen, ist die Streichung des Weinachtstollens für alle Beschäftigten. Dieses hier zu kommentieren sparen wir uns, gerade wegen des sehr fragwürdigen Spareffekts. Eine Frage drängt sich insgesamt jedoch immer häufiger auf:

Wird in diesem Unternehmen auch zukünftig noch der eine oder andere (soziale) Wert seinen Platz haben?

Zusammengefasst von Winfried Hinz

 
 
Grafik: Mitglied werden
 Mitglied werden
 
 Wer verdient was?
 Wer verdient was?
 
 Warum ver.di?
 Warum ver.di?
 
 Arbeitslosengeld II
 Arbeitslosengeld II
 
 Fragen & Antworten
 Fragen & Antworten
 
 Entgelt & Anderes
 Entgelt & Anderes
 
 Arbeitszeugnisse
 Arbeitszeugnisse
 
 Für Aktive
 Für Aktive
 
 Mitgliederzeitung
 Mitgliederzeitung
 
 ver.di-Nachrichten
 ver.di-Nachrichten
 
 ver.di im Web
 ver.di im Web
 
 SeniorInnen
 SeniorInnen
 
 Wissen im Angebot
 Wissen im Angebot
 
 Zusatznutzen
 Zusatznutzen

Nützliche
Programme:

Acrobat Reader
Flash Player