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Ausgabe Nr. 8 
zu den Festtagen 2004 / 05


Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: GeschäftsProzessOptimierung
Vorsicht, ver.di- Mitglied!
„Früher hat die Arbeit mehr Spaß gemacht“
Im Dreieck zwischen Bramfeld, Billbrook und Norderstedt (I)
Zurück in die Zukunft - Abfinden mit Abfindungen
Mindestlohn bleibt auf der Tagesordnung
WEIHNACHTSLIED, CHEMISCH GEREINIGT
 
 


Zurück in die Zukunft - Abfinden mit Abfindungen

Zum 01. November hat der Arbeitgeber mit dem Betriebsrat eine Vereinbarung über die Erhöhung der Minusstunden in der RT im Zeitkonto 1, bis zum 28.02.2006 getroffen. Diese Maßnahme reichte am 08. Dezember schon nicht mehr aus, um die damit beabsichtigte Sicherung der Arbeitsplätze zu gewährleisten. Zur Betriebsratssitzung am 08.12. stellte der Arbeitgeber den Antrag, die Ausbuchungsgrenzen für dieses Jahr (2004) komplett aufzuheben. Dies wurde mit zurückgehenden Retouren begründet. Der Betriebsrat stimmte dem Antrag mehrheitlich zu. Seither werden die Minusstunden stetig mehr, doch nach Ansicht des Arbeitgebers, uneinholbar.
Am Nachmittag des 08.12. wurden die Kolleginnen und Kollegen der Tag- und Spätschicht von Herrn Urbanke und Herrn Merz über diese Entscheidung informiert. Darüber hinaus gaben die Vertreter des Arbeitgebers bekannt, dass auf nicht absehbare Zeit zu viele Mitarbeiter in der Retourenstelle arbeiten (sie nannten es Überkapazität). Als Gegenmaßnahme wurde angekündigt, dass mit dem Betriebsrat verhandelt werden soll, allen Kolleginnen und Kollegen der Retourenstelle Angebote zur Verkürzug oder gar zur Aufhebung ihrer Arbeitsverträge zu machen. Auf betriebsbedingte Kündigungen soll verzichtet werden, wenn eine (nicht genannte) Einsparung an „Kapazität“ erreicht wird. Eine inzwischen allzu gewohnte Begründung. Mir scheint, dass wieder einmal eine Begründung nur deswegen als richtig hingenommen wird, weil so viele Unternehmen damit begründen. Diese Katze beisst sich nicht nur in den Schwanz, sie hat auch unseren Weihnachtsstollen samt Katzenpfoten gefressen und, ihr Hunger wird größer!

Die Verhandlungen über Angebote zur Verkürzug oder zur Aufhebung unserer Arbeitsverträge in der RT werden in Kürze beginnen. Ich werde als Betriebsrat an den Verhandlungen teilnehmen. All die guten Vorschläge, die ich von euch in den letzten Wochen gehört habe, werde ich mitnehmen und versuchen diese in der Betriebsvereinbarung zu wirklich sozialverträglichen Regelungen umzusetzen. Das bedeutet für mich vor Allem: Menschlichen Umgang, keinen Druck, keine betriebsbedingten Kündigungen!

Es gilt zwar immer, doch ist es jetzt vielleicht ganz besonders wichtig:
Wenn Führungskräfte an euch herantreten um Gespräche zu führen, denkt bitte daran, dass es euer gutes Recht ist, eine Kollegin oder einen Kollegen aus dem Betriebsrat an eurer Seite zu haben.

Olaf Brendel

 
 
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